Im Verlauf des letzten Jahres kam es wieder zu mehreren schweren Brückeneinstürzen, auch hier in Westeuropa. Exemplarisch genannt, jedoch nicht als vollständige Liste zu betrachten, seien folgende Einstürze:
Am 14.07.2011 in China in der Provinz Fujian die Wuyishan-Gongguan-Brücke in der Nähe der Stadt Wuyishan ein, am 10.05.2011 stürzte die Rappenlochrücke bei Dornbirn aufgrund eines Felssturzes komplett ein und zuletzt brach in Borneo am 26.11.2011 die Mahakam II Bridge, die so genannte “kleine Golden-Gate-Brücke”, während Bauarbeiten zusammen. Bei dem Einsturz der Wuyishan-Gongguan-Brücke wurde ein Omnibusfahrer getötet und 22 Menschen zum Teil schwer verletzt. Die erst 1999 fertigestellte Stahlbogenbrücke war 301 Meter lang und 18 Meter breit. Sie stellte eine wichtige Verkehrsschlagader Region dar. Der Bau schlug mit einer Investition von 17 Millionen Yuan ($ 2.600.000) zu Buche. Die Brücke wurde weitgehend zerstört, die Ursache des Unfalls wird derzeit noch untersucht (Berichte von CCTV und Blick.ch).
Auch in Dornbirn (Vorarlberg, Österreich) stürzte aufgrund eines Felssturzes eine komplette Brücke auf eine Länge von 30 m vollständig ein. Glücklicherweise verlief dieser Einsturz relativ glimpflich. Es wurde niemand dabei verletzt. Berichte und Videos zum Einsturz finden Sie bei Vorarlberg Online. Offenbar war aber im Vorfeld bekannt, dass sich die Brückenköpfe in geologisch kritischem Gelände befinden.
Spektakulär verlief der Einsturz der Mahakam II Bridge auf Borneo. Mindestens 20 Personen wurden getötet, mindestens 40 verletzt, eine Hauptverkehrsader langfristig gestört. Dabei war die Mahakam II Bridge gerade erst rund 10 Jahre alt, als das Unglück passierte.
Die Unglücksursache steht hier noch nicht fest. Möglicherweise haben Bauarbeiten zu dem Unglück geführt, es ist aber auch denkbar, dass die Brücke bereits Vorschädigungen aus früheren Kollisionen mit Schiffen hatte.
Weitere Informationen, teils mit Videos, finden Sie bei stern.de, Focus-Online oder Welt-Online.
Die zuvor genannten Beispiele sind für dieses Jahr nicht abschliessend. Eine weiterreichende Liste zu diesem Thema finden Sie unter www.brueckenweb.de.
Gemeinsam ist allen Einstürzen, dass Monitoring- und Frühwarnsysteme diese vielleicht nicht verhindert hätten können, jedenfalls aber die Einsturzgefahr frühzeitig erkannt und gemeldet hätten. Nach unserem Wissenstand war keine der Brücken mit geeigneten Monitoring-Systemen ausgestattet.




Beweissicherungen sind häufig aufwändig und kostenintensiv. Zur Erweiterung der Erfassung und Kombination dreidimensionaler Daten wird eine neue Datenbanktechnik angewendet, die es gestattet aus Fotografien hochdetaillierte Punktwolken zu erstellen und diese mit tachymetrischen Aufnahmen, Laserscans, CAD-Daten und weiteren Informationsquellen zu kombinieren.
Wir ‘durchleuchten’ Wände, Böden, Decken, Unterzüge aus Stahlbeton. Bewehrungen, Leitungen und Einbauteile unter Betonoberflächen werden dabei mittels Ferroscan und/oder Radartechnik lage- und tiefengenau bis 300 mm Tiefe geortet. Hierbei ist auch die Erfassung von Kunststoffbauteilen möglich. 